Doppelpass über Grenzen
Gemeinsam spielen. Gemeinsam verstehen
Projektbeschreibung
Das Projekt „Doppelpass über Grenzen – Gemeinsam spielen. Gemeinsam verstehen.“ wurde wie im Projektantrag vorgesehen in mehreren aufeinander aufbauenden Begegnungsformaten zwischen Athletic Sonnenberg e.V. aus Chemnitz und Mongaguá Ústí nad Labem z.s. umgesetzt.
Den Auftakt bildeten die Begegnungsturniere am 08.03.2026 und 15.03.2026 in Chemnitz. Im Rahmen der Fußballturniere kamen Kinder und Jugendliche aus Deutschland und Tschechien erstmals persönlich miteinander in Kontakt. Fußball diente dabei bewusst als niedrigschwellige gemeinsame Sprache, über die trotz unterschiedlicher Muttersprachen schnell erste Kontakte entstanden. Neben den sportlichen Aktivitäten standen insbesondere das gegenseitige Kennenlernen der Kinder und Jugendlichen sowie der Austausch zwischen den Trainer:innen, pädagogischen Fachkräften und Verantwortlichen beider Organisationen im Mittelpunkt.
Im Rahmen dieser Begegnungen wurde außerdem die gemeinsame Kooperationsvereinbarung zwischen Athletic Sonnenberg e.V. und Mongaguá Ústí nad Labem z.s. geschlossen und damit die Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit geschaffen.
Die zweite Projektphase fand am 16.05.2026 in Ústí nad Labem statt. Beim Gegenbesuch erhielten die Kinder und Jugendlichen aus Chemnitz die Möglichkeit, die Lebenswelt der tschechischen Partnergruppe unmittelbar kennenzulernen. Dazu gehörten unter anderem das gemeinsame Kicken in gemischten deutsch-tschechischen Teams, kleine Kampfsporteinheiten im Familienzentrum sowie ein Rundgang durch das Wohnviertel, bei dem die Jugendlichen aus Ústí ihre eigene Umgebung zeigten und Einblicke in ihren Alltag gaben. Ergänzt wurde das Programm durch ein gemeinsames deutsch-tschechisches Fußball- und Gesellschaftsquiz sowie niedrigschwellige Sprachanimationsspiele, mit denen sprachliche und kulturelle Barrieren spielerisch abgebaut wurden. Ein besonderer gemeinsamer Höhepunkt war der Besuch des Profifußballspiels des FK Ústí nad Labem gegen Slavia Prag II.
Die Begegnung wurde zugleich genutzt, um die bisherigen Erfahrungen gemeinsam auszuwerten und zwischen den Verantwortlichen beider Organisationen über die weitere Ausgestaltung der Partnerschaft zu sprechen.
Damit konnten die im Antrag vorgesehenen Projektphasen – Erstkontakt in Chemnitz, Vertiefung der Begegnung in Ústí nad Labem sowie die anschließende Perspektiventwicklung – umgesetzt werden.
Projektergebnisse
Das zentrale Resultat des Projekts ist der erfolgreiche Aufbau einer persönlichen und institutionellen Beziehung zwischen Athletic Sonnenberg e.V. und Mongaguá Ústí nad Labem z.s.
Durch die Begegnungen entstanden direkte Kontakte zwischen den beteiligten Kindern und Jugendlichen. Die gemeinsame sportliche Betätigung erwies sich dabei als besonders geeigneter niedrigschwelliger Zugang: Sprachliche Unterschiede verloren im gemeinsamen Spiel schnell an Bedeutung und die Teilnehmenden konnten miteinander in Kontakt treten, ohne zunächst auf umfangreiche gemeinsame Sprachkenntnisse angewiesen zu sein.
Neben den Kontakten zwischen den Kindern und Jugendlichen entstand eine belastbare Arbeitsbeziehung zwischen den pädagogischen Fachkräften, Trainer:innen und Verantwortlichen beider Organisationen. Die im Rahmen des Projektes unterzeichnete Kooperationsvereinbarung dokumentiert den gemeinsamen Willen, die Zusammenarbeit über das geförderte Einzelprojekt hinaus fortzuführen.
Weitere konkrete Ergebnisse sind:
- die erstmalige persönliche Begegnung der Kinder und Jugendlichen beider Organisationen,
die Durchführung gemeinsamer deutsch-tschechischer Fußball- und Begegnungsaktivitäten,
die Erprobung niedrigschwelliger Kommunikationsformen über Sport, Sprachanimation und gemischte Gruppen,
das unmittelbare Kennenlernen des jeweiligen sozialen und kulturellen Umfeldes,
der fachliche Austausch der pädagogischen und sportlichen Teams, sowie
die Entwicklung erster Perspektiven für weitere gemeinsame Begegnungen.
- Das wichtigste Ergebnis liegt damit, entsprechend der ursprünglichen Zielsetzung, nicht allein in den durchgeführten Veranstaltungen, sondern in der entstandenen Beziehung und dem gegenseitigen Vertrauen. Das Projekt hat eine tragfähige Grundlage geschaffen, auf der eine langfristige deutsch-tschechische Jugendpartnerschaft aufgebaut werden kann.
Nutzen des Projekts für die Teilnehmer und für die deutsch-tschechischen Beziehungen
Für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen eröffnete das Projekt die Möglichkeit, das jeweilige Nachbarland und dort lebende Gleichaltrige unmittelbar und persönlich kennenzulernen. Deutschland beziehungsweise Tschechien wurde nicht abstrakt oder über bestehende Vorstellungen wahrgenommen, sondern durch konkrete Menschen, gemeinsame Aktivitäten und gemeinsam erlebte Situationen.
Insbesondere der Fußball erwies sich als verbindendes Element. Die Kinder und Jugendlichen erlebten unmittelbar, dass Verständigung auch dann möglich ist, wenn keine gemeinsame Sprache sicher beherrscht wird. Das geht mit Händen und Füßen, bei älteren Kindern unter zu Hilfenahme einer Transfersprache (englisch) oder auch dem entdecken, dass verschiede Worte wie z.B. kapitán, tym, start, stop oder čokoláda in ähnlicher Form in beiden Sprachen existieren. Gemeinsames Spielen, gegenseitige Unterstützung, Fairness und das gemeinsame Erleben von Erfolgen und Herausforderungen schufen schnell Verbindungen zwischen den Gruppen. Aber es ging natürlich auch um das erkennen von Unterschieden der jeweiligen Lebenswelten die unmittelbar erfahren wurden. So sind beispielweise die Trainingsbedingungen für unsere Kinder und Jugendlichen sehr unterschiedlich.
Herausheben möchten wir außerdem einen, für uns besonders wichtigen Aspekt: Für Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer sozialen oder familiären Situation oder ihrer Herkunft nur selten die Möglichkeit zur Teilnahme an internationalen Begegnungen haben, stellte die Reise beziehungsweise die Begegnung mit einer Gruppe aus dem Nachbarland zudem eine besondere Teilhabe- und Lernerfahrung dar.
Auch auf Ebene der Fachkräfte entstand ein deutlicher Mehrwert. Trainer:innen und pädagogische Mitarbeitende konnten unterschiedliche Arbeitsweisen kennenlernen, Erfahrungen austauschen.
Für die deutsch-tschechischen Beziehungen liegt der besondere Wert des Projektes in seinem lokalen und persönlichen Charakter. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurde für die Beteiligten nicht als abstraktes europäisches Thema, sondern als konkrete Alltagserfahrung erlebbar. Aus Kindern und Jugendlichen aus zwei Ländern wurden Mitspieler:innen, aus zwei Organisationen, die ähnliche Werte vertreten, wurden Kooperationspartner.
Die Erfahrungen werden zudem durch die Teilnehmenden in ihre Familien, Freundeskreise, Mannschaften und sozialen Netzwerke weitergetragen. Dadurch wirkt das Projekt über den unmittelbaren Kreis der Beteiligten hinaus und trägt auf lokaler Ebene zu einem positiven Bild deutsch-tschechischer Nachbarschaft bei.
Perspektive der weiteren deutsch-tschechischen Zusammenarbeit
Für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen eröffnete das Projekt die Möglichkeit, das jeweilige Nachbarland und dort lebende Gleichaltrige unmittelbar und persönlich kennenzulernen. Deutschland beziehungsweise Tschechien wurde nicht abstrakt oder über bestehende Vorstellungen wahrgenommen, sondern durch konkrete Menschen, gemeinsame Aktivitäten und gemeinsam erlebte Situationen.
Insbesondere der Fußball erwies sich als verbindendes Element. Die Kinder und Jugendlichen erlebten unmittelbar, dass Verständigung auch dann möglich ist, wenn keine gemeinsame Sprache sicher beherrscht wird. Das geht mit Händen und Füßen, bei älteren Kindern unter zu Hilfenahme einer Transfersprache (englisch) oder auch dem entdecken, dass verschiede Worte wie z.B. kapitán, tym, start, stop oder čokoláda in ähnlicher Form in beiden Sprachen existieren. Gemeinsames Spielen, gegenseitige Unterstützung, Fairness und das gemeinsame Erleben von Erfolgen und Herausforderungen schufen schnell Verbindungen zwischen den Gruppen. Aber es ging natürlich auch um das erkennen von Unterschieden der jeweiligen Lebenswelten die unmittelbar erfahren wurden. So sind beispielweise die Trainingsbedingungen für unsere Kinder und Jugendlichen sehr unterschiedlich.
Herausheben möchten wir außerdem einen, für uns besonders wichtigen Aspekt: Für Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer sozialen oder familiären Situation oder ihrer Herkunft nur selten die Möglichkeit zur Teilnahme an internationalen Begegnungen haben, stellte die Reise beziehungsweise die Begegnung mit einer Gruppe aus dem Nachbarland zudem eine besondere Teilhabe- und Lernerfahrung dar.
Auch auf Ebene der Fachkräfte entstand ein deutlicher Mehrwert. Trainer:innen und pädagogische Mitarbeitende konnten unterschiedliche Arbeitsweisen kennenlernen, Erfahrungen austauschen.
Für die deutsch-tschechischen Beziehungen liegt der besondere Wert des Projektes in seinem lokalen und persönlichen Charakter. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurde für die Beteiligten nicht als abstraktes europäisches Thema, sondern als konkrete Alltagserfahrung erlebbar. Aus Kindern und Jugendlichen aus zwei Ländern wurden Mitspieler:innen, aus zwei Organisationen, die ähnliche Werte vertreten, wurden Kooperationspartner.
Die Erfahrungen werden zudem durch die Teilnehmenden in ihre Familien, Freundeskreise, Mannschaften und sozialen Netzwerke weitergetragen. Dadurch wirkt das Projekt über den unmittelbaren Kreis der Beteiligten hinaus und trägt auf lokaler Ebene zu einem positiven Bild deutsch-tschechischer Nachbarschaft bei.